
Brustrekonstruktion mit Eigengewebe
Bei Brustkrebs oder anderen Erkrankungen kann eine Entfernung der Brust (Mastektomie) notwendig werden. Die Brustrekonstruktion dient der Wiederherstellung von Form, Symmetrie und Körpergefühl nach einer solchen Operation. Die Rekonstruktion kann entweder mit Implantaten oder mit körpereigenem Gewebe erfolgen. Bei der Rekonstruktion mit Eigengewebe wird Haut- und Fettgewebe, je nach individueller Körperkonstitution beispielsweise vom Bauch oder Oberschenkel, entnommen und mikrochirurgisch zur Brust transplantiert (freie Gewebetransplantation). Dadurch kann eine besonders natürliche Brustform mit weicher Gewebestruktur erreicht werden. Bei einer onkologischen Situation erfolgt die Kostenübernahme durch die Krankenkasse.
Eingriffsdauer
4 bis 6 Stunden
Anästhesie
Vollnarkose
Aufenthalt
4 bis 6 Nächte
Nachbehandlung
Fadenzug nach 2 Wochen, Stütz-BH und Bauchgurt für 6 Wochen
Erholungszeit
2 bis 3 Wochen
Key Information
Individuelle Wiederherstellung der Brustform durch den Einsatz von körpereigenem Gewebe für ein möglichst natürliches und langfristig stabiles Ergebnis.
Beratung
In einem persönlichen Beratungsgespräch wir die die individuelle Ausgangssituation sowie die funktionellen und ästhetischen Anforderungen besprochen. Gemeinsam entwickeln wir ein massgeschneidertes Rekonstruktionskonzept. Ich informiere Sie ausführlich über die verschiedenen Verfahren, den Ablauf und das zu erwartende Ergebnis.
Vorbereitung
Für eine optimale Wundheilung sollte das Rauchen etwa vier Wochen vor der Operation eingestellt werden. Blutverdünnende Medikamente werden nach ärztlicher Rücksprache einige Tage vor dem Eingriff pausiert oder angepasst. Je nach Art der Operation ist ein ambulantes bildgebendes Verfahren zur Darstellung der Gefässe notwendig.
Operation / Injektion
Vor der Operation wird die Brust sowie die vorgesehene Entnahmestelle im Stehen sorgfältig markiert, um die spätere Formgebung, Symmetrie und Position der rekonstruierten Brust präzise planen zu können. Anschliessend erfolgt der Eingriff in Vollnarkose. Das benötigte Eigengewebe wird je nach individueller Ausgangssituation meist vom Bauch oder Oberschenkel entnommen und mikrochirurgisch an die entsprechenden Blutgefässe im Brustbereich angeschlossen, sodass das transplantierte Gewebe dauerhaft durchblutet und vital erhalten bleibt. Die entnommene Gewebemenge wird dabei so angepasst, dass eine möglichst natürliche Symmetrie zur gegenüberliegenden Brust erreicht wird.
Nachsorge
Nach der OP bleiben Sie für mehrere Nächte im Spital. Zur Überwachung der Durchblutung kann eine kleine sogenannte Monitorinsel der Haut belassen werden. Diese ermöglicht eine zuverlässige Kontrolle der Gewebevitalität nach der Operation und kann entweder dauerhaft belassen oder in einem späteren kleinen Eingriff entfernt werden. Nach der Operation erfolgt eine engmaschige Überwachung der Gewebetransplantation, damit bei Durchblutungsstörungen rasch reagiert werden kann und optimale Voraussetzungen für die Einheilung bestehen.
Ergebnis
Wiederhergestellte Brustform mit möglichst natürlicher Kontur, weicher Gewebestruktur und harmonischer Integration in die Körperproportionen. Durch die Verwendung von körpereigenem Gewebe kann häufig ein besonders natürliches Tastgefühl sowie ein langfristig stabiles Ergebnis erreicht werden.
